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Angefangen hat alles mit einer scheiß Diät. Ich ärgere mich so im Nachhinein, dass ich sie je angefangen habe. Ich war 15 und nicht wirklich dick, mehr entwickelt und größer als alle meine Freundinnen und darunter habe ich schon immer gelitten. Also hab ich einfach 2 Monate so gut wie nichts gegessen und so gute 10kg abgenommen. Aber dann kamen die FAs und ich konnte mein Gewicht nicht mal ein halbes Jahr halten. Mit 16 hatte ich dann 20kg mehr drauf und bis zum Abi war es immer ein Hin und Her. In der 11. Klasse bin ich nicht mehr in die Schule gegangen, weil ich mich so unwohl gefühlt habe, heute würde ich sagen ich hatte damals meinen ersten Depressionsschub.

Na ja bis zum Abi ging es so weiter, mal nichts gegessen dann wieder totale Fressanfälle, aber nie irgendwie ausgeglichen, deswegen kein gramm abgenommen. Nach dem Abitur hab ich mich total unglücklich verliebt und für ihn (er hat nie etwas über meine Figur gesagt aber ich hab mich so geschämt) abgenommen. Es funktionierte, nicht mehr als 400kcal am Tag den ganzen Sommer, alle fanden es so schön und meinten wie gut ich denn aussähe.

Nur der Typ hat es nicht einmal gemerkt! 15kg weniger sind ihm nicht aufgefallen (aber wie denn auch wenn er jedes WE eine andere hat). Ich bin dann im Herbst 2006 ausgezogen um zu studieren, nur leider das völlig Falsche. Erst ging es gut und ich war auch ganz zufrieden, aber mein Essverhalten war katastrophal: paar Tage gefressen und dann wieder nichts gegessen (bis zu 7 Tagen). Ich war ziemlich unglücklich dort, hatte kaum jemanden und konnte nicht so oft heim, weil 500km nicht eben um die ecke sind.

Dann war da auch noch das Studium, es war nicht das was ich mir vorgestellt hatte und eigentlich auch eine zu schnelle getroffene Entscheidung. Ich bereue es nicht, aber als ich dann beschlossen hatte damit aufzuhören ging die Hölle los.

Von heute auf morgen hab ich meine Sachen gepackt und bin nach hause. Dann war da wieder der scheiß Typ, der sich immer mal wieder gemeldet hat wenn er mich brauchte und am Ende war es so, dass er vor meinen Augen meine Bekannte angegraben hat. Seitdem habe ich mich verschanzt, nur noch gefressen und diesmal immer gekotzt. Es hat sich gesteigert auf 5-8x am Tag und ich war nur noch ein Schatten meiner selbst. Ich habe nichts gemacht, nichts unternommen und nicht gearbeitet, ich war irgendwie gefangen. Ich wusste nicht wie es weitergehen sollte, was ich machen sollte. Ich habe mich dann entschlossen eine Therapie zu machen und bin in die Klinik gegangen. Das hat mir zwar sehr geholfen, aber ich hab dort sehr wenig gegessen, so dass ich fast auf mein Traumgewicht kam.

Es war so cool, ich war so stolz, ich hab nicht mehr gek. und war trotzdem dünn. Zu diesem Punkt möchte ich mein Leben wieder zurückdrehen, dafür würde ich ALLES geben. Ich weiß nicht, was dann passiert ist, aber nach der Klinik bin ich wieder total abgestürzt und habe NUR noch gegessen wie ein Fass ohne Boden - aber nicht mehr gek. Und so habe ich es geschafft in 3 Monaten 30kg zuzunehmen.

Es war eine Wiederholung der ganz schlimmen B-Zeit nur diesmal mit BED. Wieder nicht rausgegangen, nichts gemacht (habe auch schon krasse Antidepressiva deswegen genommen) bis mich meine beste Freundin einfach für ein Praktikum angemeldet hat. Das war der erste Schritt wieder ans Tageslicht. Ich bin ihr sehr dankbar dafür, es war eine totale Überwindung so fett das Haus zu verlassen, ich habe viel geweint, musste viele bemerkungen ertragen und habe mich total geschämt für mich, meinen körper, mein aussehen, aber es hat nichts an meinem Essverhalten geändert, ich hab trotzdem weitergefressen

Erst seit August ca. als dann klar war, dass ich einen Studienplatz habe, ging es etwas besser und ich konnte mich mal sogar bis zu 10 tage zusammenreißen (rekord) - nur seitdem kämpfe ich auch wieder mit der B. Durch hungern habe ich die ersten 10kg verloren und jetzt ist es wieder ein Mischmasch aus fressen, fressen/kotzen, nichts essen. normal gibt es bei mir nicht und wird es vielleicht auch nie geben.

momentan bin ich hier in der neuen umgebung sehr einsam. ich dachte es wird besser, wenn ich weiter weg gehe und neu anfangen kann, aber ich habe keinen richtigen anschluss und bin viel alleine. nicht sehr förderlich für meine essstörung, aber ich werde weiterhin kämpfen!!

Irgendwann muss ich doch auch einmal Glück im Leben haben!?!

 

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